Oelde, meine Heimatstadt

 

Oelde mit Städten wie Paris oder gar London zu erwähnen finde ich auch als Oelder Bürger schon ziemlich gewagt. Oelde hat mit seinen Stadtteilen Stromberg, Lette und Sünninghausen gerade einmal 29.663 Einwohner. Die Stadt erstreckt sich auf einer Fläche von 102 Quadratkilometern und liegt auf einer Höhe von 74 bis 150 Metern über dem Meeresspiegel.  Die Stadt liegt im östlichen Münsterland an der A 2 von Oberhausen/Dortmund nach Hannover zwischen Hamm(Westf) im Westen und Bielefeld im Osten. Ferner liegt Oelde an einer nicht gerade unbedeutenden Bahnlinie, die von Dortmund aus nach Hannover führt und die Stadt Oelde in Nord und Süd teilt.

 

In der Innenstadt von Oelde

Das Wahrzeichen von Oelde die St. Johannes-Kirche

In der Innenstadt von Oelde

 

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Oelde im Jahre 890 als Bauern erstmalig Abgaben an das Stift Werden an der Ruhr zu entrichten hatten. Im Jahre 1188 wird erstmals in Oelde urkundlich eine Pfarrei erwähnt. Im Jahre 1382 wird mit der Paulsburg eine Burganlage errichtet, die aber im Jahre 1457 wieder zerstört wird. Im Jahre 1498 hat Oelde dann 705 Einwohner. Bei einem Stadtbrand im Jahre 1605 werden 18 Häuser, Scheunen und Speicher und auch das Oelder Rathaus zerstört. Zu einem weiteren goßen Stadtbrand kommt es dann im Jahre 1800 bei dem 105 Häuser also zwei Dritel der Stadt in Schutt und Asche gelegt werden. Vier Jahre nach diesem großen Stadtbrand erhält Oelde die Stadtrechte zuerkannt. 1828 hat Oelde dann 1.451 Einwohner. 1847 wird die Köln-Mindener Eisenbahn fertiggestellt, die Oelde fortan in Nord und Süd teilt. Auf dieser Strecke passieren heute  stündlich ICE- Züge der Deutschen Bahn AG mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h sowie internationale Züge wie der NZ242/243 von/nach Paris Nord-Berlin=Ostbahnhof oder der D249/248 "Jan Kiepura" von Köln Hauptbahnhof nach Warszawa Wschodnia den Bahnhof von Oelde.

 

1854 wird dann in Oelde das Marienhospital eingeweiht. Eine weitere Einweihung erfolgt dann 1880 als die evangelische Stadtkirche eingeweiht wird. Zehn Jahre später hat Oelde dann 3.195 Einwohner. 1919 erhält Oelde dann einen neuen Bahnhof. 1939 wird dann mit dem Bau der A 2 als Arbeitbeschaffungsmaßnahme der Nationalsozialisten begonnen. Auch Oelde erhält einen Autobahnanschluß. Ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges leben 10.442 Einwohner in Oelde.

 

Mit der Einweihung des Thomas-Morus Gymnasiums an der Straße "Zur Dicken Linde" erhält die Stadt Oelde im Jahre 1965 erstmals ein Gymnasium. Bis zum Jahre 1968 stieg die Anzahl der Einwohner Oeldes auf 15.379 Einwohner an. In den Jahren 1970 und 1971 werden dann die Orte Lette, Sünninghausen und das Kirchspiel zu Oelde eingemeindet. Die Einwohnerzahl steigt auf 23.041 Einwohner. Die Eingemeindung Strombergs erfolgt erst vier Jahre später im Jahre 1975. 1983 wird das neue Rathaus an der Bahnhofstraße eingeweiht. In den Jahren von 1988 bi 1992 werden in Oelde umfangreiche Kanalisationsmaßnahmen und der Bau eier neuen, zentralen Kläranlage durchgeführt. 1985 wird die Innenstadt völlig umgestaltet. Aus der Langen Straße wird zunächst eine verkehrsberuhigte Zone. Später wird die Lange Straße dann zur Fußgängerzone erklärt.

 

Im Rahmen der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten geht Oelde 1990 eine Städtepartnerschaft mit der sächsischen Stadt Niesky ein.

 

Und als dann im Jahre 2001 die Landesgartenschau von Nordrhein-Westfalen nach Oelde kommt sind Blütenzauber und Kinderträume in. Fast drei Millionen Menschen besuchen in der Zeit vom 21. April 2001 bis zum 30. September 2001 Oelde.