Mein Tag in der Autostadt Wolfsburg am 02. Februar 2008

 

 Schon lange habe ich mich mit dem Gedanken abgefunden, mir ein neues Auto zu kaufen. Mein alter Wagen hatte schon über 140.000 Kilometer gelaufen und war schon über sechs Jahre alt. So bin ich am 07. Dezember 2007 zu meinem Autohändler gegangen und habe mir das Sondermodell Golf "United" in der Farbe silber-metallic bestellt. Hier sagte man mir schon vorab, daß ich mit einer Lieferzeit von sechs bis acht Wochen rechnen müsse.

Mitte Januar bekam ich dann vom Autohaus einen Anruf, in dem man mir den 02. Februar 2008 als Auslieferungstermin mitteilte. Kurz darauf habe ich dann auch noch von der Autostadt Post bekommen, in der man mir die Prozedur der Auslieferung erläutert hat. Ferner bat man mich darum folgende Dinge zur Auslieferung mitzubringen:

Den alten Wagen habe ich dann am Vortag (Freitag, den 01. Februar 2008) abgegeben und der große Tag der Abholung in der Autostadt Wolfsburg konnte kommen: Um 06.00 Uhr kam dann am Samstag, den 02. Feburar 2008 ein Taxi für die Fahrt zum Oelder Hauptbahnhof, welches ich tags zuvor telefonisch bestellt hatte. An der Reise hat auch mein Freund Manfred aus Ahlen teilgenommen. Die Reise nach Wolfsburg fand dann mit dem Zug nach folgendem Plan statt.

Ort

Ankunft

Abfahrt

Zugnummer

Oelde

 

06.21 Uhr

RE4308

Hamm(Westf)

06.42 Uhr

07.20 Uhr

ICE843

Wolfsburg Hbf

09.08 Uhr

 

 

Wegen Bauarbeiten an der Strecke zwischen Hamm und Dortmund Hbf. und aufgrund eines Stromausfalles hat sich unsere Abfahrt dann aus Hamm (Westf) um 30 Minuten verzögert. Über Bielefeld und Hannover ging die Fahrt dann zügig nach Wolfsburg, wo wir aufgrund der Verspätung dann gegen 09.30 Uhr angekommen sind.  Die  Stadt Wolfsburg, die mit ihren 128.000 Einwohnern am Mittellandkanal liegt, wurde im Jahre 1938 in Zusammenhang mit der Errichtung und Planung des hiesigen Volkswagenwerkes gegründet. Allein 97 Prozent der in Wolfsburg lebenden Menschen arbeiten bei Volkswagn. Das aus zwei Dörfern und dem an der Aller gelegenen Schloß Wolfsburg entstandene Provisorium wurde erst durch dem Wiederaufbau nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges zu einem geschlossenen Gemeinwesen. Daher dominieren moderne Bauten die Stadtmitte von Wolfsburg, die sich üdlich vom Mittellandkanal befindet. Einige von ihnen sind in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts nach den Entwürfen Alvar Aalto. Dazu gehört neben dem Rathaus auch die Heiliggeistkirche mit ihren "HimmelsleiterTurm". Rund um das Stadtzentrum von Wolfsburg dehnen sich zahlreiche Grünflächen aus.

Vom Wolfsburger Hauptbahnhof ging es dann zu Fuß über die Stadtbrücke über den Mittellandkanal in die Autostadt, wo wir im KonzernForum empfangen wurden.

Die Autostadt betritt der Besucher durch das KonzernForum. Hier kann sich der Besucher informiern und beginnt hier den Weg durch die Autostadt. Hier im KonzernForum befindet sich auch die große Weltkugel, die auf dem Bild links zu sehen ist. Im Boden eingelassen sind hier dann auch noch siebzig weitere Weltkugeln zu einem jeweils anderen Thema. In der großen Halle befindet sich auch ein Schalter, wo man die Attraktionen der Autostadt auch buchen kann.

Im KonzernForum befindet sich zudem ein gelbes Gebäude. In diesem Gebäude ist die AbholerWelt untergebracht. Hier mußten ich mich samt Fahrzeugpapiere und Autonummernschilder (rote Nummernschilder sind zur Abholung nicht zugelassen!) melden. Hier wurde einem nochmals die Übergabeprozedure erläutert. Hier teilte man uns mit, daß die Übergabe des Fahrzeuges für 11.15 Uhr im Kundencenter vorgesehen sei. Man bot uns dann hier einen informativen Rundgang über das Gelände der Autostadt an. Dieser Rundgang, der sogar von einem netten Holländer geführt worden ist startete um 10.15 Uhr.

Auf dem Gebiet der Autostadt in Wolfsburg befinden sich insgesamt sieben Markenpavillions. Diese sind im Einzelnen folgende Pavillions:

Während des informativen Rundganges bekamen wir auch das Luxushotel Ritz Carlton zu sehen, welches sich vor der Industriekulisse des alten Volkswagenwerkes sich befindet. Die Innenausstattung diese Hotel stammt von der französischen Innenarchithektin Andree Putman. Mit seinen 174 (inklusive 21 Suiten) Zimmern ist das Hotel Bestandteil der Autostadt. Von hier aus ging es dann vorbei an den Pavillions von Lamborghini, Audi, Skoda und Volkswagen zum KundenCenter, wo wir dann pünktlich um 11.00 Uhr auch angekommen sind.

 

 

Das KundenCenter ist ein rundliches Gebäude Hier werden die Fahrzeuge des Volkswagenkonzerns direkt an den Kunden bzw Händler oder Abholer ausgegeben. Insgesamt 600 Fahrzeuge werden allein durch die Autostadt an den Kunden ausgeliefert. Hier mußten wir uns erneut an einem Schalter samt der erforderlichen Unterlagen melden. Man teilte mir hierbei für die Fahrzeugübergabe den Treffpunkt C mit.

Auch auf zahlreich vorhandenen Anzeigetafeln wird dem Besucher mitgeteilt, wo der Treffpunkt für die Fahrzeugübergabe sich befindet.

Und da ist er auch schon - mein neuer Golf. Es handelt sich hierbei um einen Golf "United". Farbe: silber-metallic. Der Golf "United" wurde im Oktober 2007 als Nachfolger für den Golf Tour eingeführt.  Wer sich für den Golf "United" interessiert und noch mehr Informationen haben möchte, der klicke doch bitte hier. Die Fahrzeugübergabe dauerte samt Erklärungen und Fotosession durch einen Kundenbetreuer von VW insgesamt 45 Minuten. Danach wurde dann in einem der zahlreichen Restaurant im KonzernForum das Mittagessen eingenommen. Denn wir hatten ja einen 50,- € Gutschein bekommen. Davon waren 30,- € für den Verzehr und 20,- € für den Kauf von Souvenirs gedacht.

 Nach dem Mittagessen ging es zunächst über das Gelände der Autostadt zum Bentley-Pavillion. Der Bentley-Pavillion geht zwölf Meter in die Tiefe.

Der Bentley-Pavillion wirkt von außen wie ein Bunker. Er ist aber dennoch recht edel. An der Spitze des Hügels glänzt eine Marmorfront über dem satten Grün, das man vom englischen Zierrasen her gewohnt ist. Der Weg des Gastes führt zunächst einmal abwärts in ein Gewölbe in eine Tiefe von etwa zwölf Metern. Wir befinden uns somit an der Wurzel der Automarke Bentley. Hier sind neben mehreren Nobelkarossen auch zahlreiche Motoren und Motorräder zu sehen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Bentley-Pavillion ging es dann weiter zu einem der zwei Autotürme.

 

 Auf dem Bild oben ist eine Kurbelwelle zu sehen. Sie zeigt an den Außenwänden die Meilensteine der britischen Manufaktur-Kunst.

 

Bereits im Vorfeld hatten wir telefonisch eine Aufahrt gebucht. Der Treffpunkt dafür war für 13.50 Uhr vorgesehen. Die beiden Türme sind das Wahrzeichen der Autostadt. Sie sind bis zu 48 Meter hoch. Die beiden Autotürme befinden sich im Osten des Kundenservicecenters. Die voll verglaste Stahlskelettkonstruktion erlaubt einen Einblick in das Innere der Türme. Der Turm, wo Personen herein können, kann bis zu 390 Fahrzeuge fassen, während der andere Turm 400 Fahrzeuge fassen kann. Ein Rollband und ein Liftsystem befördert die Autos vom benachbarten Volkswagenwerk in das Untergeschoss der Türme. Von dort aus werden sie in die richtige Position, den Stellplatz gehoben. Hier wartet der neue Wagen dann schließlich auf seinen neuen Eigentürmer. Allein 600 Fahrzeuge liefert Volkswagen über das Kundenservicecenter in der Autostadt aus. Das Signal eines persönlichen Kundenbetreuers brint das Hochregallager dann schließlich in Bewegung. Ein Ladegerät greift zu und holt das FAhrzeug heraus und zieht es in das Zentrum des Turmes. Von dort schwebt das Fahrzeug dann per Fahrstuhl  nach unten und anschließend durch einen Tunnel ins Kundenservicecenter. Hier werden im "Last-Finish"-Bereich die neuen Autokennzeichen montiert, bevor das Fahrzeug dem Kunden übergeben wird.

 

 

Unsere Kabine wurde auch von einem Greifarm abgeholt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Aufzügen mußten wir uns hinsetzen und anschnallen. Dabei wurde unsere kabine einen Meter in einer Sekunde nach oben befördert. Die Neuwagen werden mit der doppelten Geschwindigkeit nach oben befördert. Von oben hatten wir eine gute Sicht auf Wolfsburg. Nach unserer Turmfahrt ging es dann noch ins Zeithaus, wo ich mir ein Modellauto als Souvenir gekauft hate. Denn ich hatte ja noch den 20,- Euro-Gutschein für die Souvenir-Shops.

Zum Abschluß unseres Besuches in der Autostadt in Wolfsburg stand dann noch eine Schiffsfahrt mit der M/S Osterbek auf dem Mittellandkanal auf unserem Programm. Mit einer Länge von 325,7 Kilometern ist der Miitellandkanal, der den Dortmund-Ems-Kanal mit der Elbe und dem Elbe-Havel-Kanal verbindet, die längste künstliche Wasserstrasse der Bundesrepublik Deutschland. Die Schiffahrt dauerte in etwa eine Stunde und führte uns am Volkswagenwerk vorbei in Richtung Fallersleben. Nach unserer Rückkehr um 16.30 Uhr ging dann mit meinem neuen Auto über die A39 bis zum Autobahnkreuz Wolfenbüttel/Königslutter, wo wir auf die A2 in Richtung Hannover/Dortmund eingebogen sind.

 

 

Das Wetter während der Rückfahrt war mal so mal so. Es hat zwischendurch immer wieder geschneit und wir mußten etwas vorsichtig fahren zumal wir ja auch noch ein niegelnagelneues Auto bei uns hatten. Nach zwei Stopps waren wir dann um 20.30 Uhr in Ahlen (Westfalen) und ich um 21.00 Uhr wieder zu Hause.