Romreise vom 17.09.2010 bis zum 20.09.2010

 

Meine Mutter wollte immer noch mal gerne in die ewige Stadt Rom, da sie hier mal vor 50 Jahren war. Und da ich ihr diesen Wunsch sehr gerne erfüllen wollte habe ich mich mit meiner Schwester zusammegetan und ihr die Reise zu Weihnachten 2009 geschenkt. Als Reisetermin wurde die Zeit zwischen dem 17.09.2010 und 20.09.2010 festgelegt. Auch ich hatte den Wunsch Rom zu besuchen. Es war dies nach meinem ersten Besuch im Jahre 2002 die zweite Reise in die italienische Hauptstadt.

 01. Tag (Freitag, den 17. September 2010): Oelde - Düsseldorf - Rom

Die Reise startete mit einem Transfer mit dem Auto zum Oelder Hauptbahnhof gegen sieben Uhr. Die Zugreise zum Flughafen Düsseldorf fand nach folgendem Plan statt:

Ort Ankunft Abfahrt Zugnummer
Oelde   07.21 Uhr RE4310
Düsseldorf-Flughafen 08.56 Uhr    

Wir sind pünktlich um 08.56 Uhr am Düsseldorfer Flughafen angekommen. Schon bei unserer Ankunft haben wir gesehen, dass unser Flug in die italienische Hauptstadt um 11.20 Uhr von Gate A83c startete. Dem war auch dann schließlich so.

Die Boeing 737-500 gehört zur Familie der 737-Reihe der Firma Boeing. Und diese Reihe ist die am meisten gebaute Flugzeugreihe. Bei der Boeing 737-500 handelt es sich strahlgetriebenen Passagierflugzeug der Firma Boeing aus Everett bei Seattle in den USA. Ursprünglich waren diese Flugzeuge als Kurzstreckenflugzeug geplant, werden jedoch als Mittelstreckenflugzeug in der kommerziellen Passagierluftfahrt eingesetzt.

eine Boeing 737-500 (im Vordergrund) auf dem Flughafen Düsseldorf

 

Die Flugzeuge der Boeing 737-500 können maximal bis zu 132 Passagiere gleichzeitig transportieren. Der Erstflug einer Boeing 737-500 fand am 30. Juni 1989 statt. Die erste Maschine dieser Baureihe wurde im Februar 1990 an die amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airlines ausgeliefert. Eine Boeing 737-500 hat eine Spannweite von 28,88 Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 946 Kilometern. Die Maschine ist bis zu 31 Meter lang.

Unser Flug nach Rom startete indes pünktlich. Er führte uns über München, Innsbruck und Bologna nach Rom zum dortigen Flughafen Fimuncini, der nach dem berühmten Maler, Bildhauer, Archithekt, Anatom, Mechaniker und Ingenieur Leonardo da Vinci, der vom 15. April 1452 bis zum 02. Mai des Jahres 1519 lebte, benannt ist. Während des Fluges war es allerdings recht wolkig, so dass man nicht viel sehen konnte.

In der Stadt am Tiber sind wir dann pünktlich um 13.30 Uhr gelandet. Die Gepäckausgabe dauerte dann allerdings sehr lange. Wir haben insgesamt gut eine Stunde auf unser Gepäck gewartet. Dies reichte dann wohl unserem Taxifahrer und hat nicht auf uns gewartet. So wurde aus dem von uns übers Internet bestellten Transfers nichts. Es blieb uns nichts anderes übrig, als uns um eine andere Transfermöglichkeit umzusehen. Meine Mutter hat dann einen Taxifahrer gefragt und der wollte dann für die Taxifahrt ins Zentrum von Rom 70 Euro haben, was uns dann doch zu teuer erschien. Und dieses Gespräch bekam dann ein anderer Mann mit der uns die Fahrt allerdings in einem Minivan für 20 Euro offerzierte. Dieses Angebot haben wir dann danken angenommen. Er hat uns dann nach zügiger Fahrt (45 Minuten Dauer) dann unmittelbar vor unserem Hotel in der Via della Conzelliazone 33 in Rom abgesetzt hat. Das Hotel lag ziemlich zentral und war nur drei Minuten Fußweg vom Vatikan entfernt. Bei unserer Ankunft stand sogar ein Wagen eines Malermeisters aus dem heimischen Beckum vor unserem Hotel.

Die Hotelanlage befindet sich im Palazzo della Rovare. Und dieser Palast stammt aus dem 15. Jahrhundert. Es befinden sich in dem Gebäudekomplex zahlreiche Sääle, die mit Fresken ausgeschmückt sind. Alle Räume zeichnen sich dabei durch eine besondere Eleganz aus. Papst Bonifatius VIII. rief am 22. Februar des Jahres 13.00 das erste Heilige jahr der Christenheit aus. Der Einladung des Papstes folgten insgesamt 200.000 Menschen.

das Hotel Columbus in Rom.

 

Der Papst fühlte sich schon allein der Menschenmasse wegen dazu bewogen, das Heilige Jahr alle einhundert Jahre zu wiederholen. Allerdings wurde später eine Sequenz von 25 Jahren festgesetzt. Zahlreiche Pilger kamen nach Rom und sollten Strassen Roms in angenehmer Erinnerung behalten. So setzte im Jahre 1400 in Rom Bauarbeiten ein, die das Ziel hatten, die Strassen der "ewigen Stadt" schöner und angenehmer zu gestalten. So wurde das Gebiet völlig umstrukturiert.

Es wurden viele Baracken und Häuser abgerissen und es entstand unter Leitung des Archithekten Baccio Bontelli der prunkvolle Palazzo Rovere. Mit dem Bau des Palastes wurde dann im Jahre 1480 begonnen. Nach einer Bauzeit von rund zehn Jahren wurde der Palast im Jahre 1490 fetiggestellt. Der Palast war in seiner Schönheit eines der herausragendensten römischen Herrenhäuser.

  Der Innenhof unseren Hotels

Der linke Flügel des Palastes wurde allerdings schon sechs Jahre früher im Jahre 1484 fertiggestellt. Die Fresken dieses Palastes stammen von einem bedeutenden Maler der Frührennaissance Pinturrichio, der um 1454 in der Hauptstadt der heutigen italienischen Provinz Umbrien Perugia geboren und im Jahre 1513 im zarten Alter von gerademal neunzehn Jahren in Siena gestorben ist. Nach dem relativ kurzen Pontifikates Pius III. wurde der Palast weitgehenst zerstört und dann anschließend wieder aufgebaut. Ein Teil des Palastes wurde im Jahre 1504 an Kardinal Francesco Floris von Valencia vermietet. 1506 mietete sich hier auch der Kardinal Francesco Alidosi da Imola hier ein. Dieser Kardinal fügte am linken Rand des Geschosses eine doch prächtige Kapelle hinzu.

Der Kardinal Francesco Alidoso di Imola wurde im Jahre 1511 von Kardinal Franceso Maria I dell Rovere ermodet. Danach hatte der Palast viele Besitzer. Dazu gehörten beispielsweise auch der Kardinal Lavicovon Aragon, Francesco Conaro und der Kardinal Giovanni Salviati.Für 14.000 Dukaten ging der Palast im Jahre 1655 in den Besitz des Büßer Ordens über, dessen Angehörige im Palast den Pilgern die Beichte abnahmen.

der mit Fresken reich verzierte Speisesaal des hotel Columbus.

 

Doch der Palast wurde von Alexander VIII. zerstört, um den Petrus Säulengang errichten zu können. Von diesem Moment an wurde das Gebäuder Büßer Palast genannt, denn die Büßer hatten hier fast dreihundert Jahre ihren Sitz. Erst im Jahre 1870 wurde ein Teil des Gebäudes an die Reine Margarita Schule abgetreten. 1437 wurden alle Gebäude der "Borghi-Achse" abgetragen, um einer breiten Strasse Platz zu machen, der Via Della Concielzone, die direkt auf den Petersplatz mit dem imposanten Petersdom zuläuft, Platz zu machen. Zwischen 1943 und 1945 erwarb der Ritterorden des Heiligen Grabes das Gebäude. Seit dem Jahre 1950 ist in den Räumen des Palastes Rovere das Hotel Columbus untergebracht.

 

Brunnen im Hof des Hotels.

Gleich nach unserer Ankunft am Hotel wurde zunächst das Zimmer bezogen. Mit einem kleinen Aufzug bin ich dann zusammen mit meiner Mutter ins zweite Stockwerk gefahren. Durch riesige Sääle ging es dann zu unserem Zimmer mit der Nummer 216. Hier wurde dann gleich der Koffer ausgepackt. Anschließend ging es dann zum Petersdom, der nur ein drei Minuten Fußweg von unserem Hotel weg lag. Per Zufall haben wir dann hier an einer Messe teilgenommen. Ich hatte also das Erlebnis erstmalig in meinem Leben an einer Messe im Petersdom teilzunehmen. Es sollte nicht die einzige bleiben. Per Pedes ging es dann nach der Messe zurück zum Hotel.

Am Abend stand dann eine Tour durch das nächtliche Rom auf unserem Programm. Dazu wurden wir um 19.00 Uhr vor unserem Hotel mit einem Mini-Van abgeholt. Mit diesem Mini-Van wurden wir dann zu einem Büro unseres Tourveranstalters Green Line Tours (=GLT) in der Innenstadt Roms gebracht. Von hier aus ging es dann in einem viel größeren Bus durch das abendliche Rom. Die Sehenswürdigkeiten, die wir bei dieser Tour zu Gesicht bekamen, waren schön angestrahlt, so dass diese Tour für uns Reisenden ein wahrlich schönes Erlebnis war. Geführt wurde die Gruppe, die zum großen Teil aus Amerikanern bestand von einem Italiener namens Alessandro. Während dieser Tour ging es unteranderem auch zum trevi-Brunnen. In diesem Brunnen schmeisst man zwei Münzen. eine für Rom und die andere für eine sichere Heimkehr nach Hause. Der Trevi Brunnen ist der populärste und mit einer Höhe von 26 Metern und einer Breite von bis zu 50 Metern Breite der wohl bekannteste Brunnen Roms. Er wurde in den Jahren von 1732 bis 1762 nach einem Entwurf von Nikola Salvi im Übergang zwischen spätbarocken und klaszistischen Stil erbaut. Desweiteren bekamen wir wäöhrend dieser abendlichen Tour durch die italienische Hauptstadt auch die Villa Borghese und den Piazza Venezia mit dem Forum Romanum zu Gesicht. Zum Abschluss der Tour ging es dann noch in ein Restaurant, wo das im Tourpreis inkludierte Abendessen eingenommen wurde. Dabei wurden uns von insgesamt vier Sängerinnen und Sängern sagenhafte Opernarien dargeboten. Um 23.15 Uhr ging es dann mit dem Bus zurück zum Hotel. Resümee des Abends: sehr gelungen und empfehlenswert!

02. Tag (Samstag, den 18. September 2010) Rom

Dieser Tag startete für uns sehr früh. Für diesen Tag hatte ich eine Ganztagestour durch die "ewige Stadt" vorgebucht. Um sieben Uhr morgens ging es bereits los. Da das Frühstück im Hotel von 07.00 Uhr bis 10.00 Uhr eingeommen werden konnte hatten wir für diesen Tag ein Frühstückspaket bekommen. Dieses bestand aus einem Crossaint, zwei Zwiebäcke und diverse Brotaufstriche wie beispielsweise Nutella und Marmelade. Gegenüber dem eigentlichen Frühstück im Hotel war das Frühstückspaket allerdings recht spärlich. Pünktlich kam ein Taxifahrer vor unser Hotel gefahren und brachte uns wieder zum zentralen Büro der Firma Green Line Tours in die Innenstadt Roms. Mit einem anderen Bus ging es dann zunächst durch das christliche Rom. Es ging in den Vatikan und in die dortigen vatikanischen Museen.Vorbei an den Menschenmassen (für Gruppen besteht keine Wartezeit!) ging es in die vatikanischen Museen.

Die vatikanischen Museen sind das einzige Museum der Welt, das einen eigenen Staat bildet. Die vatikanischen Museen umfassen 13 verschiedene Museen. Der Papstpalast gehört zwar nicht zu den vatikanischen Museen.  kann aber dennoch besichtigt werden. Allein schon das Treppenhaus wie es links im Bild zu sehen ist, ist für den Besucher besonders sehenswert.

  ein imposantes Treppenhaus in den vatikanischen Museen

Meine Mutter und ich hatten das große Glück, dass wir zusammen mit zwei Franzosen eine Reiseleitung hatten. Die Franzosen haben sich dann nachher verselbstständigt, so dass wir die Reiseleitung anchher für uns alleine hatten. Nachdem wir zunächst an langen Schlangen vorbei (ohne organisierte Touren hat man teilweise 2- 3 Stunden Wartezeit!) ging es ins Innere der vatikanischen Museen.

der Innenhof der vatikanischen Museen mit dem in Bronze gegossenen Tannenzapfen im Hintergrund. Weitere Fotos aus den Vatikanischen Museen gibt es hier.

 

Unsere Reiseleiterin zeigte uns hier zunächst den Innenhof dem Cortile Belvedere, einem Innenhof, der geprägt wird durch einen in Bronze gegossenen Tannenzapfen. Gestaltet wurde der Platz von Donato Bramante. Der Platz ist ein sagenhaftes archithektonisches Bauwerk der Hochrenaissance und erklärte die Sixtinische Kappelle. Durch zahlreiche Galerien ging es dann in die Sixtinische Kapelle. Am meisten beeindruckt hat nich dabei die Landkartengalerie. Die Galerie verdankt ihren Namen den vierzig Landkarten, die zudem reich verziert mit Fresken sind. Zu sehen sind hier italienische Gegenden und Besitztümer der katholischen Kirche.

Und dann waren wir auf einmal in der Sixtinischen Kapelle. Hier findet bei der Wahl eines neuen Papstes das Konklave statt. Verziert ist die Sixtinische Kapelle mit zahlreichen Fresken und Gemälden des Malers Michelangelo. Geboren wurde Michelangelo am 06. März des Jahres 1475 in Carprese in der Toskana und ist am 18. Februar des Jahres 1564 in Rom gestorben. Er  war einer der bedeutendsten Repräsentanten in der Kunst der italienischen Hochrenaissance. Von Papst Julis II. wurde Michelangelo dann im Jahre 1508 mit der Ausmalung der Decke in der Sixtinischen Kapelle beauftragt. Mit dieser Arbeit begann er dann schließlich im Mai des gleichen Jahres. Er ließ sich dabei viel Zeit und war erst im Jahre 1512 mit seinen Malerarbeiten fertig. So galt es Dank einer Erfindung eine Fläche von 800 Quadratmetern zu überwinden . Er übermalte die vorhandene Archithektur  Die Scheinarchithektur wirkt auf dem Betrachter dabei dreidimensional. Im Mittelpunkt dieses Gebildes stehen neun Felder mit Episoden der Genesis, die vom Hauptaltar bis hin  zur Eingangswand angeordnet sind. Sie zeigen im einzelnen die Trennung von von Licht und Dunkelheit, die Erschaffung der Sonne und des Mondes, die Erschaffung der Bäume und Pflanzen und die Erschaffung des Menschen. Auch in malerischer Hinsicht ist dies die zentrale Szene im gesamten Zyklus. Der Künstler stellt den simplen Akt der Berührung der Fingerspitzen dar, wodurch der der vitale Elan  zwischen dem Erschaffer und Adam zum Ausdruck gebracht wird. Diese Szene ist durch den Baum in zwei Teile unterteilt, um sich die Schlange mit dem weiblichen Oberkörper Auf der rechten Seite vollzieht sich das Drama der Vertreibung aus dem irdischen Paradies. Das Opfer Noabs ist bereits außerhalb des irdischen Paradieses dargetellt. Diese Szene folgt chronologisch eigentlich der darauffolgenden Gemälde, in denen Figuren in einer Überfülle von Figuren und Episoden dargestellt sind. Es folgt die Trunkenheit Noahs und schliesst mit einen Anflug von bitteren Pessimismus hinsichtlich der Übel der menschlichen Natur den beeindruckenden mZyklus an der Decke ab. Die Propheten und Sibylen in den Zwickeln des Gewölbes sind diegrössten Figuren des Werkes. In den Lüneten über den Fenstern sind die Vorfahren Christi dargestellt. Diese sind auch in den Pendentifs dargestellt. Ferner zu sehen ist das jüngste Gericht, welches auch Gottesgericht genannt wird.  Zwischen der Dekoration des Deckengewölbes und der Bemalung des Hauptaltars mit dem jüngsten Gericht liegen sage und schreibe 22 Jahre. Während dieser Zeit wurde die christliche Welt durch die lutherische Reformation im Jahre 1517 als Martin Luhter seine 95 Thesen auf einer Tür der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hatte, geteilt. Ebenfalls umfasst dieser Zeitraum auch die Plünderung Roms im Jahre 1527. Dieses Werk Michelangelos zieht den Besucher in seinen Bann. Das jüngste Gericht wurde im Jahre 1535 von Papst Paul III. in Auftrag gegeben und nach sechs Jahre fertigestellt. Dreihundert Gestalten beleben eine aufgrund ihrer Klarheit und Konsequenz im Bildaufbau erstaunliche Zeichnung. . Beherrscht wird das Geschehen im Bild vom unbarmherzigen Richter Jesus Christus. Die Muttergottes an seiner Seite stellt das aufrechterhaltene Band zwischen Christus und der menschheit dar. Weitere Personen, die in diesem Gemälde zu sehen sind, sind die Märtyer und natürlich die Apostel. Links sind die Verdammten zu sehen. Sehr umfangreiche Restaurierungsarbeiten wurden in den Jahren von 1980 bis 1994 vorgenommen. Dabei wurden die Gemälde in aufwendiger Weise gesäubert. Dabei wurden sowohl Russ- als auch Staubrückstände beseitigt. Bei dieser "Säuberungsaktion" wurden auch Rückstände einer Säuberungsaktion gesäubert, die im 18. Jahrhundert durchgeführt worden ist. In der sixtinischen Kapelle befanden sich neben unzählig vielen Touristen auch zahlreiche Bewacher, die zu "Silencio" (=Ruhe) aufforderten. Dies hat auch so seinen Grund. Denn durch das Stimmengewirr gehen wohlmöglich die zahlreichen Fresken kaputt. Auch unsere Reiseleiterin durfte hier nicht reden! Wir hatten hier 15 Minuten Zeit, um uns alles anzusehen. Nach dieser Zeit hat unsere Reiseleiterin uns erwartet und gemeinsam ging es wieder zurück zum Bus. Mit dem Bus ging es dann zum Mittagessen in ein Restaurant der Innenstadt Roms.

Nach dem Mittagessen blieb noch ein bißchen Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Bei diesen Erkundungen sind wir dann auf einen doch recht modernen Bau gestoßen:  Es war dies der Hauptbahnhof Roms - Roma Termini. Dies ist sogar ein Sackbahnhof! Mit dem Bau des Hauptbahnhofes von Rom wurde im Jahre 1930 begonnen Der Faschist Bennito Mussolini wünschte seich einst einen pompösen Hauptbahnhof in der italienischen Hauptstadt. . Doch bedingt durch den Zweiten Weltkireg wurde dieser Bahnhof erst im Jahre 1960 fertiggestellt.  An der Planung und Ausführung der Bauarbeiten waren mehrere Archithekten und Baufirmen beteiligt. Auch Ingenieure waren an diesem Bauvorhaben beteiligt. Besonders nennenswert sind hier die Archithekten Angiolo Mazzoni,Del Grande und Annibale Vitellzi. Beim Bahnhofsbau handelt es sich handelt es sich um ein interessantes Denkmal der Moderne. Draußen befinden sich Überreste der Servianischen Mauer, die im Jahre 390 vor Christus entstand.

Danach ging es zurück zum Büro von  Green Line Tours. Von hier aus ging es dann mit einem anderen Bus und auch anderer Reiseleitung zunächst zu den Katakomben. Die römischen Katakomben waren unterirdische Friedhöfe, die den immensen Platz einer Großstadt Rechnung trugen. Da Bestattungen innerhalb der Stadtmauern Roms strengstens verboten waren, schuf man im Verlauf der Zeit lange Katakombengänge.

 

der Eingang zur Katakombe (Innenaufnahmen waren leider nicht erlaubt!)

Und diese Katakombengänge führen in zum Teil mehreren Ebenen in das leicht zu bearbeitende Tüffgestein. Heutzutage gibt es in umittelbarer Nähe zur italienischen Hauptstadt mehr als 60 Katakomben, wovon allerdings nur die wenigsten zugänglich sind. Hier hat uns ein Herr aus Konstanz die Funktion der Anlage erklärt. Anschließend ging es dann weiter zur Latheranbasilika.

Die Lateranbasilika ist Johannes dem Täufer geweiht und zählt zu den ältesten Kirchen der italienischen Hauptstadt. einst diente der imposante Kirchenbau als Papstresidenz. Die Kirche San Giovanni in Laterano wie die Kirche genannt wird, ist folglich nicht italienisches Staatsgebiet, sondern gehört zum Staatsgebiet des Vatikans.  Die eigentliche Kirche war dabei eine Schenkung des Kaisers Konstantin an den Papst als Bischof von Rom.

   

Bis zu ihrer Abwanderung ins französische Avignion im Jahre 1309 hatten in diesem mächtigen Kirchenbau die Päpste residiert. Als sie im Jahre 1377 nach Rom zurückkehrten wurde ihr Sitz fortan in den Petersdom verlegt. Die Basilika besteht aus fünf Schiffen. Allerdings wurde die Kirche immer wieder umgebaut, bis sie ihre heutige Form erhielt.

Zum Abschluss unserer Ganztagestour ging es dann noch zur Kirche Santa Maria Maggiore. Die Kirche ist nach der legende im 05 Jahrhundert von Papst Liberius erbaut worden. Die Kirche geht auf das Ereignis des Konzils von Ephesus zurück auf dem die Marienverehrung mit Sanktionen belegt worden ist. Die Basilika ist eine von sieben Hauptkirchen Roms. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Kirchenbau entscheidend umgestaltet.

  die Kirche Santa Maria Maggiore in der Innenstadt von Rom

Die Hauptfassade aus den Jahren von 1743 bis 1750 ist ein Wunderwerk des Klassiszismus Geschaffen wurde es von Ferdinand Fuga. Die rückseitige Fassade ist der totale Gegenteil Sie wurde im Stil des Barocks im Jahre 1673 von Carlo Rainaldi. Bewundert haben wir dabei auch die zahlreichen Mosaiken über den Säulen Sie entstammen der ersten Basilika, die einst and dieser Stelle gestanden hat. Die Mosaiken sind der antiken Bildsprache verpflichtet.

 Hier haben wir uns wenige Minuten aufgehalten bevor es zurück ging zu unseem Hotel. Das Abendessen an diesem Tag: Typisch italienisch - Pizza. Aber geschmeckt hat uns bei weitem nicht. Bie uns in Deutschland gibt. Auf meiner Pizza befanden sich ganze drei (!) Oliven und ein bisschen Gestrüüp und der Rest war Soße und Teig - und das für über 10,- Euro! Anschließend habe ich mich dann noch zum Petersdom begeben, während meine Mutter zurück zum Hotel gegangen ist. Weiter ging es hinter dem Petersdom, wo ich in einem Bistro ein ier (1 Liter) für 15,- Euro gegönnt habe - eben römische Preise! Dazu wurden dann allerdings noch Pizzastückchen gereicht - umsonst! Anschließend bin ich dann zurück zum Hotel gegangen und gegen 23.00 Uhr sind dann unsere Augen nach einen anstrengenden und aufregenden Tag in Rom zugefallen.

03. Tag (Sonntag, den 19. September 2010) Rom

Für den heutigen Tag war eine Tour nach Tivoli geplant. Die Tour sollte zwischen 07.45 Uhr und 08.15 Uhr von unserem Hotel starten. Doch meine Mutter und ich haben vergebens auf unsere Abholung gewartet. Und wie sich später dann herausgestellt hat, hätten wir den Ausflug so gar nicht buchen können, denn im September 2010 fand dieser Ausflug ausschiesslich in den Nachmittagsstunden statt. Ein Fehler auf der betreffenden Internetseite machte eine buchung des Ausfluges aber dennoch möglich. So haben wir vergebens gewartet. So sind wir dann schließlich nach dem wir eine Tour nach Tivoli für die Nachmittagsstunden bei Green Line Tours (GLT) über die Hotelrezeption bestellt hatten zunächst mit dem Linienbus mit der Nummer 40 zum Piazza Venezia gefahren.  Die Piazza Venezia liegt in der geographischen Mitte der italienischen Hauptstadt. Die Piazza Venezia ist gleichzeitig aber auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt Roms.

Das Bild dieses zentralen Platzes wird beherrscht durch ein riesigesDenkmal an König Vittorio Emmanuele und an den unbekannten Soldaten. Im Inneren dieses gewaltigen Denkmals ist das Museo del Risorgimento untergebracht wo die Geschichte Italiens vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg gezeigt wird. Desweiteren werden dem Besucher Wechselausstellungen gezeigt. Wer sich eher für Malerei inteessiert, der ist im Museo Palazoo Venezia bestens aufgehoben.

   

Rund um das Denkmal gibt es viele historische, bemerkenswerte Gebäude. Dazu gehört auch der Palazzo Venezia. Mit dem Bau dieses Gebäudes wurde im Jahre 1455 unter  Pietro Barbo, dem späteren Papst Paul II., begonnen. Vollendet wurde der Bau des Palastes jedoch von einem unbekannten Bauherrn zwölf Jahre später. Der Palazoo Venezia gehört trotz seines mittelalterlichen Erschenungsbildes zum ersten Renaissancepalast Roms. Im Jahre 1564 überließ die katholische Kirche das Gebäude der Republik Venedig. Bis 1797 war das Gebäude dann Sitz der venezianischen Gesandschaft. . Nach dessen Niedergang ging das Gebäude dann in den Besitz Österreichs über. Unter den Österreichern diente das Gebäude als Gesandschaftsgebäude für Österreich-Ungarn. 1916 wurde das Gebäude durch den italienischen Staat als Feindvermögen beschlagnahmt.  Zu Zeiten er Faschic´sten untr Diktator Benito Mussolini diente das Gebäude als dessen Amtssitz. Das Museum Palazzo Venezia präsentiert in seinen Räumlichkeiten eine Sammlung von Gemälden des 14. bis 17. jahrhunderts. Desweiteren werden Kunsterwerke us Porzellan und Keramik gezeigt. Desweiteren ist eine große Anzahl persischer Teppiche vom Besucher zu bewundern. Neben den ständigen Ausstellungen kann der Besucher des Museums auchthemenbezogene Wechselausstellung in diesem Museum bewundern.

Um ein vielfaches älter ist die Basilica di San Marco. Sie wurde im Jahre 336 unter Papst Marcus  gegründet und im 15. Jahrhundert unter Papst Paul III. umgebaut. Während die Fassade zur Frührenaissance gehört ist der Innenraum bemerkenswert: Die eingezogene Kassettendecke ist vergoldet und auf blauem Untergrund angebracht. Die ruft eine doch farbenfrohe Wirkung der Kirche wirkt. Ein segnender Christus stellt die Zentralfigur der Kirche dar. Sehenswert ist auch der Kreuzgang der kirche, der zugleich der Hof des Palazzo Venezia ist. Der kleine Palazzo Bonaparte stammt aus dem 17. Jahrhundert. In diesem Palast lebte Napoleons Mutter Letitzia Bonapartegenannt Madame Mère bis zu ihrem Tode 1836 lebte. Vom überdachte Balkon konnte sie das Treiben auf der Piazza Venezia das bunte Treiben verfolgen ohne selbst gesehen zu werden. Gegenüber stht der Palazzo Moncini-Salviati. Dieser Palast wurde gegen Ende Ende des 17. Jahrhunderts von Carlo Rainalid ein Archithekt des römischen Barocks und Komponist. Zusammen mit seinem Vater Girolamo arbeitete er bei einigen Projekten wie beispielsweise beim Palazzo Nuovo oder Palazzo Pamphili. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1655 entstanden weitere wie beispielsweise zwei Kirchen auf der Piazza del Populo.

Meine Mutter und ich sind indes weitergegangen zum Kollosseum. Dabei sind wir auch am Forum Romanum vorbeigekommen, das sich in unmittelbarer Nähe zur Piazza Venezia befindet. Für Jahrhunderte war das Forum Romanum der Mittelpunkt Roms. Der archäologische Befund stimmt dabei  mit den legendenhaften Geschichtsüberlieferungen überein. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte wurden am Forum Romanum Tempel , Basiliken, Ehrenbogen, Ehrensäulen errichtet.

  Das Forum Romanum in Rom. Im Hintergrund ist das Kolosseum zu sehen

Hier wurden auch um Mitte des 05. Jahrhunderts vor Christus die legendären "Zwölf-Tafel-Gesetze" an einer bronzenen Wand angeschlagen. Dieses Gesetz bildete die Grundlage des römischen Zivil- und Strafrechts. Julius Cesar und auch Augustus gestalteten das heutige Forum Romanum um und versahen es mit mächtigen Marmorbauten und Statuen. Zudem erstanden auf diesem Areal ehrwürdige Denkmäler wie beispielsweise  der Lapis Niger, derals Grabmal Romulus, einer der beiden Gründer Roms galt. Zu Zeiten des Mittelalters verfielen die Gebäude zusehens und die Römer bedienten sich: Sie nutzten die Gebäude fortan als Steinbruch.Und mit der Zeit wuchs auch Gras und Gebüsch über die Bauten. Das heutige Forum Romanum diente lange Zeit als Weidefläche. Noch im 19. Jahrhundert nannte man das Forum Romanum Campo Vaccino. Unter dem päpstlichen Kommissar Carlo einem klassischen Archologen, der von 1753 bis 1736 lebte, begann man mit den Ausgrabungen. Fea war es auch, der mit den Ausgrabungen am Pantheon, das sich ebenfalls in Rom befindet, beschäftigt war. Da Forum Romanum befindet sich direkt am Fuß des Kapitolhügels. Auf diesem Hügel ragte das altrömische Staatsarchiv, das sogenannte Tabularium auf. Heutzutage sind dessen Reste noch in der Rückseite des Senatorenpalastes noch zu erkennen. Die wichtigsten Gebäude des Forum  Romanums waren die folgenden:

Diese Aufzählung  erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und anschließend sind wir dann zu Fuß weitergegangen - zum Kolosseum. Kurz zuvor haben wir dann noch auf der rechten Seite den Konstantisnbogen gesehen.

Fertiggestellt wurde der Konstantinsbogen im Jahre 315. Errichtet wurde er zu Ehren des Kaisers Konstantin, der seinen Mitkaiser Maxentius im Jahre 312 in einer Schlacht besiegt hat. Nur die relativ kleinen Reliefs oberhalb der Seitendurchgänge sind für den Konstantinsbogen eigens hergestellt worden. Der übrige Schmuck wurde eigens für den Konstantinusbogen aus anderen Monumenten herausgebrochen. Die Werke sind dabei von unterschiedlicher Qualität.

   

Vor dem Bogen sieht man zum Kolosseum hin die Reste des Brunnens Meta Sudans. Dieser Brunnen stammt aus der römischen Zeit. Und dieser Brunnen bestand  aus einem Wasserbecke, in dessen Mitte eine Meta, eine Wendemarke us einem Circus stand. Von dieser lief das Wasser hinab ins Becken. Die Meta hatte eine Höhe von 17 Metern. Auf Befehhl des italnienischen Diktators Benito Mussolini wurde dieser Brunnen im Jahre 1936 weitgehenst zerstört.

Wir sind unterdessen weiter zum Kolosseum gegangen und haben die Menschenmassen gesehen, die in dieses wohl bekannteste Bauwerk Roms strömten. Wir zogen es aber vor herumzugehen und einige Fotos zu schießen.

Das Kolosseum in Rom ist das größte Amphitheater der antiken Welt. Das Kolosseum war für Jahrhunderte Schauplatz grausamer Gladiationsspiele und anderer Volksbelustigungen.  Beim Kolosseum handelt es sich um die Domus Aurea, jenem unvollendeten Palast, der nach dem Tode des Kaisers Nero im jahre 68 nach Christus nicht mehr weitergebaut worden ist.

   

Der römische Kaiser Vespasian ließ dort, wo Nero einst seinen Privatsee angelegt hatte das Amphitorium Novum errichten lassen. Doch Vespasian erlebt die Fertigstellung dieses Mammutbauwerks nicht mehr. Er verstarb am 23. Juni des Jahres 79 nach Christus. Ein Jahr nach seinem Tod konnte die vierstöckige Arena in Betrieb gehen. Die Eröffnung wurde pompös gefeiert. Die Eröffnung dauerte ganze 100 Tage. Zum Festporgramm gehörten damals auch Gladiationskämpfe, Seeschlachten und Tierhetzen, bei denen bis zu 5000 Tiere geschlachtet wurden. Das Amphittheater erreicht eine Höhe von 50 Metern. Die Länge beträgt 188 Meter und die Breite 156 Meter. Das Amphittheater hat die form eine Elipse. Durch über 80 Eingänge konnten die Besucher in das Theater kommen. Schließlich hatten einst im Kolosseum 70.000 Menschen Platz. Allein vier Eingänge waren dabei allerdings für den Kaiser und seinem Gefolge reserviert.Hinter der Fassade lagen zahlreiche Treppenaufgänge. Es gab ein so ausgeklügeltes Gangsystem im Kolosseum, dass es auch noch heutzutage etwa beim Bau von neuen Sportstadien Verwendung findet. Die Ränge waren entweder mit Holz oder mit Marmor verkleidet. Auch gab es eine strenge Sitzordnung: Während sich in den oberen Rängen sich die Allgemeinheit niederliess, liess sich auf den unteren Rängen die hohe Adeligkeit nieder. Das Innere des Kolosseum präsentiert sich heutzutage dem Besucher wie ein Bauskelett.Ein faszinierender Blick gibt es von hier aus für den Besucher ein riesiges Becken. Dieses Becken wurde für Seeschlachten geflutet. In den Jahren von 81 bis 96 wurde dieses Becken zum Kellergeschoß ausgebaut, das  ein System von Korridoren, Schächten und Gelasssen umfasste. Der Unterbau dieses faszinierenden Amphittheaters barg eine recht ausgeklügelte Bühnentechnik in sich: So gab es ein relativ ausgeklügeltes System von Falltüren, Rampen, Seilwinden und Aufzügen, die dazu dienten die Requisiten in die Arena und die Akteure und auch die "wilden" Tiere in die Arena zu transportieren. Die Tiere wurden in zum Teil mehrtägigen Gladiationskämpfen zu Tode gehetzt. Diese Gladiationskämpfe waren seit dem Jahre 294 vor Christus bei den Römern sehr beliebt und erlebten ihren Höhepunkt in der Kaiserzeit. Diese Kämpfe wurden vom römischen Kaiser finanziert und es durften nur freie Bürger Roms daran teilnehmen. Bei den Spielen kam es im Jahre 404 bei einem solchen Spiel zu einem schwerwiegenden Zwischenfall: Ei Mönch namens Telemachos sprang in die Arena und wurde prompt zerrissen. Diesen Vorfall nahm der zum damaligen Zeitpunkt amtierende Kaiser zum Anlass, die Gladiationsspiele zu verbieten. Doch die letzten Darbietungen dieser Art fanden noch bis zum Jahre 523 nach Christus statt.Das Amphittheater erlebte in seiner langen Zeit der Existenz mehrere Erschütterungen und Zerstörungen. So brannten die Holzteile des Kolosseums mehrmals ab Auch von Erdbeben blieb die Arena nicht verschont. Im Mittelalter wurde das Kolosseum schließlich zur Festung umgebaut.Und diese Festung ging dann später an die Annibaldi über. Un Jahre 1312 erhielt die Stadt Rom das Kolosseum von Kaiser Heinrich VII. als Geschenk. Von dieser Zeit an diente das Gebäude wie viele andere Gebäude in der Stadt auch als Steinbruch. Sogar beim Bau des BPetersdomes wurden Teile aus diesem Steinbruch verwendet. So verschand der gesamte Südteil dieses historischen Geäbudes. Erst während der Regentschaft von Papst Benedikt XIV von 1740 bis 1758 wurde das Kolosseum im Jahre 1744 als Märtyrerstätte der Passion Christi weihen. Zwischen dem Kolosseum und der Via del Fiori Imperial ist im Boen ein großes Quadrat durch abgesetzte Pflasterung gekennzeichtnet. Dort stand die 85 Meter hohe Kolossalstatue des Nero. Diese Statue stand einst in der riesigen Halle des Palastes Domus Aurea und war in etwa bis zu 35 Meter hoch. Erbaut worden ist diese Statue die an den Kaiser Nero erinnert, vom Bildhauer und Bronzegiesser Zenodorus. Vespasian veränderte alsbald die Statue: Er ließ den Kopf auswechseln und verwandelte die Statue somit in einen Helios. Unter Kaiser Hadrian wurde die die Statue vor das Kolosseum versetzt. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Statue vom italienischen Diktator Benito Mussolini abbrechen, um Platz zu schaffen für die Neuanlage der Stadt Rom. Doch dieses Vorhaben wurde allerdings nie umgesetzt, so dass der Besucher heutzutage nur noch die quadratische Basis zu sehen ist.

Von einem nahegelegenen Hügel habe ich dann einige Fotos vom Kolosseum gemacht. Anschließend ging es dann wieder zurück zur Piazza Venezia. Unterwegs kamen uns dann einige Militärs entgegen. Es muß wohl irgendeine Feierlichkeit (zum Beispiel Nationalfeiertag oder öhnliches gewesen sein). Herausgefunden habe ich hierüber alledings gar nichts. Mit der Buslinie 40 ging es dan wieder zurück zu unserem Quartier - und zwar in einem übrvollem Bus und nach mehreren Anläufen! Von unserem Quartier sind wir dann tatsächlich um 14.00 Uhr abgeholt worden. Mit einem Mini-Van sind wir zunächst zum Büro von Green Line Tours in der Stadtmitte von Rom gefahren, wo wir diesen Ausflug bezahlt haben. Pünktlich um 15.00 Uhr startete dann der Ausflug. Er führte zunächst zur Autobahn. Die Fahrt führte an Giudonia vorbei nach Tivoli, wo sich diese wunderschönen Gärten befinden. In Giudonia hat meine Mutter vor fünfzig Jahren während eines Aufenthaltes gewohnt. Nach einer Fahrt von dreißig Minuten sind wir dann in Tivoli angekommen.

Hier wurde zunächst der prunkvolle Palast besichtigt. Dieser Palast war früher ein Benediktinerkloster. Der Sohn der Lucrezia Borgia wählte als Statthalter von Tivoli im Jahre 1550 das ehemalige Benediktinerkloster zu seinem Palast. Schon recht bald keimte in ihm die Idee an dem abschüssigen Hang Gärten anzulegen. Doch erst im Jahre 1560 wurden seine Ideen in die Wirklichkeit umgesetzt. Das Tal wurde radikal umgestaltet.

der Innenhof der Villa d'Este Weitere Fotos aus Villa d'Este gibt es hier.  

Bei diesen Umbauarbeiten wurde das Tal vergrößert und auch einige Gebäude wurden beseitigt, um so eine längsachsiale Ausrichtung des Areals zu ermöglichen. Als der Kardinal Ippolito II. d'Este im Jahre 1572 verstarb waren die Arbeiten an seinem "Lebenswerk" noch keinesfalls vollendet. Neue Arbeiten wurden erst wesentlich später nämlich 33 Jhre nach seinem Tode durch Kardinal Alessandro d'Este in Auftrag gegeben. Bei diesen Arbeiten wurden die vorhandenen Anlagen instandgesetzt und auch eine ganze Reihe von Neuerungen druchgeführt.So wurde die Grundkonzeption der Gärten geändert und auch die Brunnen wurden anders dekoriert. In den Jahren von 1660 bis 1670 wurden erneut Arbeiten durchgeführt. Augrund mangelnder Wartung verfielen die Gärten im 18. jahrhunderts zusehens.  In der Zwischenzeit war das Anwesen in den Besitz des österreichischen Herrschaftshauses habsburg übergegangen. In dieser Zeit gingen die Brunnen kaputt und die Gärten waren leer. Das Gelände war somit dem Verfall preisgegeben.  Erst im Jahre 1851 wurden durh Gustav-Adolf Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst eine Reihe von Arbeiten in Auftrag gegeben, die zur Rettung des Anwesens beigetragen haben. Für einen kurzen Zeitraum erlangte die Villa in den Jahren von 1867 bis 1882 einen hohen Bekanntheitsgrad in der Kulturwelt. Denn der im ungarischen Liszt Ferenc geborene Kompnist Franz Liszt komponierte hier seine Giochi d' acqua und gab im Jahre 1879 ein Konzert. Im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 ging die Anlage dann in den Besitz des italienischen Staates über. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage scließlich so beschädigt, dass eine aufwendige Restauration erforderlich wurde. Hinter dem Palast befinden ich an einem Hang die Gärten.

Ein wahrer Genuss der Gartenbaukunst stellt sich Gartenliebhabern dar. Insgesamt gibt in diesem Areal mehr als 500 Brunnen, Nymphäen, Wasserspiele, Grotten und Wasserbecken. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall immer.  Über zahlreiche Treppen und Rampen erricht der esucher die Gärten vom Palast aus. Quer zum Hang gibt es lange Wege entlang linealer Brunnenanlagen. Ganz besondere Brunnen sind dabei an den Kopfenden zu finden.

  die Allee der Brunnen in den Gärten von Villa d'Este. Weitere Fotos gibt es hier.

Der Besucher bekommt auch mehrere Fischteiche zu Gesicht. Das letzte Becken schneidet in den nordwestlichen Hang ein und wird dabei von einer Doppelterrasse abgeschlossen.

Darüber thront der recht imposante Neptunbrunnen mit Wasserorgel, der links im Bild zu sehen ist. Auf der anderen Seite befindet sich eine Art Aussichtspunkt, der aus der südwestlichen Gartenbegrenzung herausragt. Heutzutage ist die Gartenanlage von Villa d'este auch  ein Hauptwerk der italienischen Gartenbaukunst der Renaissance. In den Gärten haben wir uns dann bis 17.00 Uhr aufgehalten.

   

Für 17.30 Uhr war dann die Rückreise nach Rom vorgesehen. Die Rückfahrt in die italienische Hauptstadt hat dann aufgrund eines Staus länger gedauert als auf der Hinfahrt. Um 19.00 Uhr haben ir uns dan in unmittelbarer Nähe zum Trevi-Brunnen uns absetzen lassen. Meine Mutter und ich wollten unbedingt zur Spanischen Treppe. Doch wir waren auf einmal am Trevibrunnen und hatten Hunger. In einer Pizzeria haben wir dann in unmittelbarer Nähe des Trevibrunnens zu Abend gegessen. Unser Abendessen bestand für mich aus einem Salat (Kosten: 13,- Euro, für römische Verhältnisse wohl normal) und einem Nudelgericht für meine Mutter. Und dann haben wir die spanische Treppe doch noch gefunden! Hurra! Sie ist eine der prächtigsten Treppenanlagen des Spätbarocks. Erbaut worden ist sie von Francesco de Sarctis in den Jahren von 1723 bis 1726, um einen feierlichen Auftieg zur Kirche Santissima Trinita dei Monti zu schaffen.  Hier haben wir uns nur wenige Minuten aufgehalten. Von der metrostation Espagna ging es miteiner U-Bahn der Linie A in Richtung Batistini bis zur U-Bahnhaltestelle Octaviano San Pietro zurück. Von hier aus stand uns dann ein 15minütiger Fussweg zu unserem Hotel bevor. Müde fielen wir dann nach einem doch recht anstrangenden Tag in der italienischen Hauptstadt in unsere Betten.

04. Tag (Montag , den 20. September 2010): Rom - Düsseldorf - Oelde

Heute war leider schon der Tag unserer Abreise nach Deutschland gekommen. Die paar Tage in Rom sind wie immer um ein Vielfaches zu schnell vorbeigegangen. Doch bis zu unserem Transfer um 11.00 Uhr von unserem Hotel hatten wir noch jede Menge Zeit. In den Morgenstunden habe ich mich dann von meiner Mutter getrennt. Während meine Mutter sich den Petersdom noch einmal näher angesehen hat, habe ich mich auf die Kuppel des Petersdomes begeben. Für den Aufstieg auf die Kuppel des Michelangelos sind folgende Eintrittspreise fällig (Stand: Montag, den 20. September 2010):

Da ich an diesem Tage schlecht laufen konnte (Bluterguss unterm linken Fuss!) habe ich mich dazu entschieden, mit dem Aufzug auf die Kuppel zu fahren. Entworfen wurde die prachtvolle Kuppel des Petersdomes von Michelangelo Buonarotti, der im Alter von 72 Jahren die Bauleitung der Kuppel übernommen hat. Die Kuppel hat insgesamt eine Höhe von sage und schreibe 119 Metern.  Sie erreicht dabei ein Durchmesser von 42,34 Metern.

   

Somit ist die Kuppel des Petersdomes das größte Ziegelbausteinbauwerk der Welt.Vollendet wurde die prachtvolle Kuppel im Jahre 1593. Direkt unter der prächtigen Kuppel befindet sich der Papstaltar mit dem Bronzebaldachin. Ober auf der Kuppel gibt es sogar ein Souvernirgeschäft, in dem Schwestern ehrenamtlich versteht sich Souvenirs verkaufen. Hier habe ich mich wenige Minuten aufgehalten und bin dann mit dem Aufzug runtergefahren. Per Zufall habe ich dann auch noch an einem Gottesdienst einer Pilgergruppe aus Bocholt teilgenommen. Und bei diesem Gottesdienst habe ich dann meine Mutter wieder getroffen. Danach sind wir dann zurück zum Hotel gegangen, um unsere Sachen zu holen. Für 11.00 Uhr war auch der Transfer bestellt und der Fahrer erschien pünktlich mit seinem BMW an unserem Hotel. In sagenhafter Geschwindigkeit, o wie das wohl in Italien üblich ist ging es mit 180 Sachen teilweise überNebenstrassen und und handytelfonierend zum Flughafen Fiumincini. Bereits nach einer Fahrzeit von 25 Minuten waren wir am Flughafen. Nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten, hatten iwr noch reichlich Zeit, denn unser Rückflug nach Düsseldorf mit der Flugnummer LH3871 nach Düsseldorf sollte erst um 14.20 Uhr starten. Wir sind sogar noch durch einige Geschäfte am Flughafen geschlendert und habe meiner Mutter sogar noch eine Handtasche gekauft. Kurz danach haben wir festgestellt, dass unser Abfluggate geändert worden ist. Wie auf dem Hinflug war auch diesmal wieder eine Boing 737-500 unser Flugzeug. Wir sind rechtzeitig eingestiegen. Als wir bereits im Flugzeug saßen, teilte uns unser Pilot mit, dass wir einen Slot um 15.21 Uhr hätten. das bedeutet, dass wir Rom mit 61 Minuten Verspätung verlassen würden. Grund war ein Personalengpass bei der Deutschen Flugsicherung. Dem war dann auch so. Mit 61 Minuten Verspätung haben wir dann Rom verlassen. Unser Rückflug nach Deutschland ging zunächst aufs Mittelmeer hinaus. Da gute Sicht herrschte konnte ich den Flug gut verfolgen: Es ging an den Stränden von Ostia vorbei, übe die Berge des Apenin und den Dolomiten in den deutschen Luftraum. Um 17.00 Uhr sind wir dann wieder in Düsseldorf gelandet. Nach dem Empfang unseres Gepäcks konnten wir dann die weitere Rückreise nach Oelde nach folgendem Plan durchführen:

Ort Ankunft Abfahrt Zugnummer
Düsseldorf-Flughafen   18.02 Uhr RE4333
Oelde 19.36 Uhr    

In Düsseldorf sind wir pünktlich am Flughafen abgefahren. Doch aufgrund einer Störung am Bahnübergang in Kamen sind wir in Oelde mit 9 Minuten Verspätung angekommen. Mit unserer Ankunft in Oelde endete weine wunderschöne Städtereise.