Rom

Die italienische Hauptstadt Rom befindet sich in der Mitte des "italienischen Stiefels". Die Stadt hat in der Innenstadt 2,7 Millionen Einwohner und in der näheren Umgebung etwas über drei Millionen Einwohner. Damit ist Rom die größte Stadt Italiens. Rom liegt in der italienischen Provinz Latinum am Fluss Tiber unweit des Thyrinischen Meeres. Wegen ihrer Bedeutung in der Antike wird Rom auch als "ewige Stadt" bezeichnet.  Aber auch sonst hat Rom eine Besonderheit zu bieten. Denn in welcher Stadt gibt es schon einen eigenständigen Staat mir eigenen Münzen, eigenen Postämtern ? Ich rede vom Vatikanstaat. Der Vatikan ist mit dem Petersdom unweit des Tibers Sitz des Nachfolgers von Jesu Christi - dem Papst. Das Papsttum ist sehr eng mit der Geschichte Roms verbunden. Der Papst ist zugleich auch Bischof von Rom. Die Altstadt Roms und der Petersdom samt Vatikanstaat wurden 1980 von der UNESCO zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt

 Im Osten Roms befinden sich die Abruzzen, im Nordosten die Sabiner Berge und im Süden die Albaner Berge. Kurz vor den Stadttoren Roms vereinigten sich die Flüsse Tiber und Aniene. Die italienische Hauptstadt gliedert sich in insgesamt vier Stadtteilen, 19 Munizipien und 155 Stadtbereichen.  Mit Munizipien bezeichnet man in der italienischen Sprache Rathäuser. Es sind allerdings diejenigen Stadtbezirke gemeint, die zu einer besseren Bewältigung der städtischen Aufgaben im Jahre 1972 eingeführt worden sind. Die Altstadt Roms ist dabei in  22 Rioni eingeteilt. Der Begriff Rioni leitet sich dabei vom vom lateinischen regiones ab. Ab dem 14. Jahrhundert wurde dabei Rom in insgesamt 14 Rionis eingeteilt. Durch die stetig anwachsende Einwohnerzahl Roms wurde die Anzahl der Rionis bis zum Jahre 1921 auf 21 erhöht. Doch heutzutage haben die Rionis keinerlei Bedeutung mehr. Für die Römer sind vielmehr die historischen Stadtteile von Bedeutung. Die Stadt ist seit dem Jahre 1871 Hauptstadt von Italien. Darüberhinaus ist Rom Verwaltungssitz der Provinz Latinum und der Provinz Rom. Das Klima in Rom ist aufgrund seiner geographischen Lage mediteran geprägt. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 15,5 Grad Celsius. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt mit 880 Millimeter im durchaus annehmbaren Mittel. Die wärmsten Monate sind dabei die Monate und und August, wo eines Tagestemperatur von mehr als 25 Grad Celsius erreicht wird. Der kälteste Monat ist der Januar mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur von 6,9 Grad Celsius.

Die Fläche des gesamten Stadtgebietes beträgt 1285 Quadratkilometer, wovon allerdings nur läppsche 143 Quadratkilometer auf den historischen Stadtkern entfallen. Die Stadtregierung von Rom hat ihren Sitz auf dem Kapitol und setzt sich aus dem 60 Köpfen umfassenden Gemeinderat und 15 Stadträten zusammen, an deren Spitze seit April 2008 der Rechtsdemokrat Gianni Alemanno steht.  Die Stadt Rom produziert 6,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Italien. Die Erwerbstätigen in Rom arbeiten in der Hotellerie, Gastronomie, im Bauwesen, Tourismus, in den Medien, bei Banken und Versicherungen und auch in der Mode- und Versicherungsbranche.

Gegründet wurde Rom nach der römischen Mythologie am 21. April des  Jahres 753 vor Christus durch Remus und Romulus. Sie waren gleichzeitig auch die Kinder des Gottes Mars und der Priesterin Rhea Silvia. Doch bereits 743 Jahre zuvor wurden die ersten Besiedlungen des Palatin festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war Rom ein Königreich. Voraussichtlich erst im Jahre 509 vor Christus wurde Rom eine Republik. In der Folgezeit kam es dann zu zahlreichen Ständekämpfen zwischen den rechtlosen Peleberjjern und Patrizieren.

Unter den Ertruskern werden im sechsten Jahrhundert vor Christus die ersten Sümpfe trockengelegt. Unter den Ertruskern wird das Forum Romanum zum zentralen Mittelpunkt Roms. Nach den Ertruskern entsteht im Jahre 510 vor Christus die römische Republik. Die Gallier erobern im Jahre 386 vor Christus Rom. Sie bringen Rom eine große Zerstörung. In diesem Zeitraum fällt auch der Bau der ersten servianischen Mauer. In den Jahren von 264 bis 146 vor Christus toben die ersten punischen Kriege, die der Stadt Karthago, einer Konkurrentin Roms, fatale Zerstörungen bringt. Gleichzeitig sind diese kriegerischen Handlungen auch als Beginn der römischen Herrschaft über den Mittelmeerraum. Im Jahre 186 vor Christus finden dann in Rom die ersten Theateraufführungen statt. Zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Senat  und der Volkskpartei kommt es im Jahre 133 vor Christus. Im Bürgerkrieg bekämpft im Jahre 100 vor Christus der aristrokratische Sulla den demokratische Marius. Sulla ist schließlich der stolze Sieger und erobert Rom im Jahre 88 vor Christus. Im Jahre 44 vor Christus wird Caesar ermordet. Dieses Ereignis stellt gleichzeitig den Beginn der Auseinandersetzungen um seine Nachfolge dar. In der Schlacht bei besiegt Octavius Marcus Antonius. Es war dies gleichzeitig die letzte Schlacht  um Rom. Vier Jahre später erhält Octavius dann den Beinamen Augustus. Mit Kaiser Trajan regiert erstmalig in der Geschichte Roms ein Adoptivkaiser die Stadt. Er übt seine Regierungsgeschäfte bis zu seinem Tode am 06 August des Jahres 117 aus. Im Jahre 167 nach Christus regiert in Rom wieder einmal die Pest, die sich bis zur Donau hin ausweitet und der pro Tag bis zu 2000 Menschen zum Opfer fallen. Die Zeit der Soldatenkaiser beginnt mit der Regentschaft von Marxismus Trax. Unter Kaiser Phillipus Arabs kann Rom dann im Jahre 247 sein tausendjähriges Bestehen feiern. Drei Jahre später im Jahre 250 reklamiert der Bischof von Rom seines Zeichens Papst die Nachfolge Jesus Christus. Doch der Begriff Papst  taucht erst wesentlich später im Jahre 366 auf als der Titel  auf dem Grabstein des Grabsteines des römischen Bischofs Liberius auftaucht. Zu dieser Zeit gibt es auch eine systematische Christenverfolgung in der Stadt. Im Jahre 270 wird dann mit dem Bau der Aurelianischen Mauer begonnen. Mit dem Bau der Aurelianischen Mauer wurde begonnen, obwohl die Stadt zum damaligen Zeitpunkt bereits eine Mauer hatte. Doch Die Einwohnerzahl war in den vergangenen Jahren immer wieder derartig angestiegen, dass der Bau der Aurelianischen Mauer nötig wurde. Die Aurelianische Mauer war bis zu 19 Kilometer lang und bis zu sechs metern hoch. Sie wies dabei eine3,5 Meter tief. Das Bauwerk wurde dabei größtenteils mit Ziegelsteinen gebaut. Es gab 18 größere Stadttore und in einem Abstand von etwa 30 Metern insgesamt bis zu 383 Wachtürme. Zahlreiche bestehende Gebäude wurden dabei in die historischen Befestigungen in das Bauwerk einbezogen.Durch den Bau der Aurelianischen Mauer  wurden alte Gräber wichtig. Diese blieben zwar zwar nach dem Sieg des Christentumes  erhalten, haben aber jedoch dramatisch an Bedeutung verloren.  Die Aurelianische Mauer konnte eine Völkerwanderung im Jahre 410 durch die Westgoten und eine Plünderung durch Vandalen im Jahre 455 nicht verhindern. Heutzutage sind nur noch Teile der Aurelianischen Mauer im Stadtbild von Rom zu erkennen. Im Jahre 312 kommt es in Rom zu einer Schlacht an der Milvischen Brücke, bei der Konstantin den Maxentius besiegt. Er wird daraufhin zum Alleinherrscher. Achtzehn Jahre später verlegt Konstantin seine Residenz nach Byzanz, dem späteren Konstantinopel und dem heutigen Istanbul. Im Jahre 476 wird der letzte römische Kaiser von Odoaken, einem Germanen entthront. Dieses Ereignis bedeutet  zugleich den Untergang des weströmischen Reiches. In den Jahren von 536 bis 552 herrschen in Rom die Ostgoten. Unter ihrer Herrschaft  wird Rom insgesamt bis zu fünfmal belagert und geplündert. In dieser Zeit sinkt die Bevölkerung Roms auf dreißig bis vierzigtausend Menschen ab. Während des Gotenkrieges wurden die Wasserleitungen Roms endgültig zerstört. Nur denkbar knapp entging die Stadt ihrer endgültigen Zerstörung. Zu Beginn des Mittelalters, mit der man die Epoche zwischen der Antike und Neuzeit (06. Jahrhundert bis 15. Jahrhundert) bezeichnet, zählte die Stadt nur noch 20.000 Einwohner. Unter Kaiser Pippin erlangt Rom erlangt Rom eine zunehmende Bedeutung als als Hauptstadt des Kirchenstaates (=Patrimonium Petri). Pippin III. war zuvor im jahre 751 zum König von Franken erhoben worden. Mit der Pippinischen Schenkung im Jahre 756 erneuert er die wird die angeblische Konstantinische Schenkung. Bei dieser Schenkung wurde der Vorrang Roms gegenüber den Kirchen zuerkannt. Gleichzeitig wurde dem Kaiser die Herrschaft über die Stadt Rom, ganz Italien und der Westhälfte des Römischen Reiches übertragen. Erst wesentlich später im Jahre 1440 wurde festgestellt, dass diese Schenkung wohl eine Fälschung war Die Konstantinische Schenkung diente gerade im Mittelalter zur Begründung eines von kaiserlicher Bevormundung freien Papsttum. Pippin III, der Jüngere, verstarb am 24. September des Jahres 768. Als sein Nachfolger wird im Jahre 800 Karl der Grosse von Papst Leo III. in der Peterskirche zu Rom  zum Römischen Kaiser feierlich gekrönt. Die Sarazenen plündern 46 Jahre Rom und auch Sankt Peter. Zur künftigen Sicherung wird rechts des Flusses Tiber die Leoninische Mauer erbaut. Die Mauer umfasst den römischen Stadtteil Borgo und bildet auch noch heutzutage die Grenze zwischen dem Vatikanstaat und dem weltlichen Rom.

Um 920 regiert die ehrgeizige und skrupellose Römerin Marozia die Stadt. Zumeist setzen Adelscliquen unehrwürdige Päpste ein Es ist dies zugleich ddas schwärzeste Jahrhundert in der Geschichte Roms. In der Folgezeit setzen Adelscliquen zumeist unwürdige Päpste ein. Das 10. Jahrhundert geht als schwärzeste Jahrhundert in die Geschichte Roms ein. Zu einem Aufstand der Bevölkerung Roms gegen die weltliche Papstherrschaft kommt es im Jahre 1144. Es kommt zu Kämpfen, in deren Verlauf gelegentlich auch die Kaiser eingreifen. Es kommt zu zahlreichen offenen Konflikten. Im Jahre 1198 gelingt es dem amtierenden Papst Innozenz dem dritten die konflikteweitgehenst einzudämmen.  Im 13. Jahrhundert erlebt die christliche Mosaikkunst mit ihren zahlreichen Meisterwerken in den römischen Kirchen ihre erste Blütezeit.

Das Jahr 1300 wird von Papst Bonifatius VIII zum ersten heiligen Jahr erklärt. Neun Jahre später verlegt die päpstliche Kurie  unter Papst Clemens V. ins französische Avignion. Die Verlegung des Sitzes des Ppstes bedeutet für Rom  weitgehenst den Verfall. Es kommt in der Folgezeit zu Adels- und Parteienkämpfen. Erst Papst Gregor XI. kehrt im Jahre 1377 in die italienische Hauptstadt Rom zurück. Da aber in der südfranzösischen Stadt Avignion noch ein Papst residiert entsteht ein Schisma, in denen bis zu drei Päpste untereinander konkurieren. Das Schisma endet erst mit der Wahl von Papst Martin V im Jahre 1417.

Unter Papst Sixtus VI wird in den Jahren von 1471 bis 1484 die Sixtinische Kapelle erbaut. Mit der künstlerischen Ausgestaltung der sixtinischen Kapelle wird allerdings erst im Jahre 1508 begonnen. Beauftragt wird mit diesen Arbeiten Michelangelo, der bei der sixtinischen Kapelle Malerei, Bildhauerei und Archithektur  gekonnt miteinander verschmelzt. Die Krümmung des Gewölbes nutzte Michelangelo dazu eindrucksvolle Figuren  in Szene zu setzen. Dargestellt sind hier Sezenen aus dem Genesis. Und diese Sezenen sind vom Eingang bis in den Altarraum angeordnet. Diese Szenen zeigen im Einzelnen die Trennung von Licht und Dunkelheit, die Erschaffung der Sonne und des Mondes, die Erschaffung von Bäumen und Pflanzen Die zentrale Szene jedoch stellt die Erschaffung des Menschen dar. Für die künstlerische Ausgestaltung der sixtinischen Kapelle benötigt Michelangelo ganze vier Jahre. Erst im Mai des Jahres 1512 ist Michelangelo mit seinen Arbeiten fertig. Michelangelo ist es auch, der im Jahre 1538 mit der Umgestaltung des Kapitols beauftragt wird. Heutzutage wird die Sixtina, wie die sixtinische Kapelle genannt wird auch zur Wahl des neuen Papstes genutzt nachdem ein vorheriger Papst gestorben ist.  Die antike Reiterstatue Marc Aurels wird hier aufgestellt.

Elf Jahre zuvor am 06 Mai des Jahres 1527 plündern Landsknechte Karl V die italienische Hauptstadt Rom. Dabei wird die Stadt gänzlich zerstört. Durch Papst Paul II. wird im Jahre 1540 der Jesuitenorden bestätigt. damit entwickelt sich auch die reiche römische Barockkunst. In den Jahren 1551 bis 1594 erneuert der Komponist Giovanni Perlugi da Palestrina die Kirchenmusik. Er ist gleichzeitig aber auch Kapellmeister der Sixtina. Unterdessen steigt die Einwohnerzahl Roms von 110.000 Einwohnern im Jahre 1600  auf 142.000 Einwohner im Jahre 1700. Und dies obwohl die Pest im Jahre 1656 15.000 Tote erfordert. Im Jahre 1755 kommt der Begründer der Archäologie und Kunstgeschichte nach Rom. Acht Jahre später ernennt ihn der Papst zum Oberaufseher sämtlicher Altertümer der Stadt. Damit beginnt das wissenschaftliche Interesse an diesen Gütern zu erwachen. Der deutsche Dichter Johann-Wolfgang von Goethe kommt 1786 nach Rom und bleibt mit einigen Unterbrechungen bis zum Jahre 1788.

Neopolitanische Truppen erobern 1799 Rom nachdem ein Jahr zuvor Rom Römische Republik nach französischem Muster wurde. Der zu diesem Zeitpunkt amtierende Papst Pius VI wird entmachtet und muss aus der Stadt fliehen. Doch sein nachfolger Papst Pius VII. kann schon zwei Jahre später in die Stadt zurückkehren. Gleichzitig arrangiert er sich mit den Franzosen. Truppen des französixchen Herrschers Napoleon Bonaparte besetzen im Jahre 1808 Rom. Deshalb wird er von Papst Pius VIII. exkommuniziert. Daraufhin nehmen die Truppen Napoleons den Papst gefangen Gleichzeitig wird Rom zur zweiten Hauptstadt des Kaiserreichs gekürt. Erst sechs Jahre später wird der Kirchenstaat durch den Wiener Kongress wieder hergestellt und der Papst kann wieder nach Rom zurückkehren.

König Ludwig I. von Bayern kauft 1827 die Villa Malta, die sich zu einem Zentrum deutscher Künstler herausputzt. Zeitweise arbeiten in Rom bis zu 400 Künstler, die aus den nördlichen Regionen Europas kamen. 1848 kommt es in der Stadt am Tiber dann zu einer Revolution. Papst Pius IX sieht sich gezwungen, die Stadt zu verlassen.  Am 18. Februar des jahres 1849 wird die Römische Republik ausgerufen. Der Papst bittet Frankfreich schließlich um Hilfe und bekommt diese auch: Die Franzosen belagern und erobern schließlich Rom. Im Jahr darauf kehrt der Papst zurück nach Rom. Erst im deutsch-französischen Krieg im Jahe 1870 räumen die Franzosen wieder die Stadt. Italienische Truppen erobern Rom und der Papst kann sich in seine päpstlichen Gemächer im Vatikan zurückziehen. Am 09. Oktober 1870 wird Rom Hauptstadt des geeinigten Königreiches Dies ist auch dann der Beginn der städtebaulichen Umgestaltung der Innenstadt Roms. Inzwischen hat Rom 200.000 Einwohner.

Die Lateranverträge, die im Jahre 1929 geshlossen werden, bringen eine Aussöhnung zwischen der katholischen Kirche und dem Vatikanstaat. Sieben Jahre zuvor war in Italien mit Benito Mussolini ein Faschist an die Macht gekommen. Im Zweiten Weltkrieg käpft er an der Seite von Nazi-Deutschland. So wird auch Italien und somit auch Rom von alliierten Luftangriffen getroffen. Ein Jahr nach Kriegsende wird Italien nach einer Volksabstimmung Republik. In den Jahren von 1962 bis 1965 findet das das zweite vatikanische Konzil unter Leitung der Päpste Johannes XIII. und Papst Paul dem 6. 1978 ist das Antrittsjahr des Polen Karol Wojtila als Papst. Er bleibt im Amt bis zum Jahre 2005. Sein Nachfolger ist der deutsche Kardinal Josef Ratzinger als Benedikt XVI.